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Wer unter Stress, Erschöpfung oder Schlaflosigkeit leidet, einen Burnout fürchtet oder ihn bereits erfährt, ist nicht allein - Immer mehr Menschen leiden unter psychischen Problemen. Die Ursachen hierfür sind jedoch so individuell wie die Betroffenen selbst, ihre Persönlichkeit, ihre Arbeit und ihr privates Umfeld. Ebenso vielfältig sind die Möglichkeiten der Prävention, Stressreduzierung und Heilung. Es gibt kein Patentrezept, keinen „Königsweg“: Darum ist es wichtig, dass Sie Ihren eigenen, ganz persönlichen Weg finden.

Der Burnout - Wegweiser bietet Ihnen Informationen über bewährte Präventions - und Hilfsmaßnahmen, eine komfortable Suche nach entsprechenden Anbietern sowie eine Auswahl verschiedener Selbsttests. Die Beiträge zum Thema wenden sich an Betroffene ebenso wie an deren Angehörige und Freunde sowie alle Interessierten.

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Das Burnout-Syndrom

Wie entstand der Begriff Burnout?

Burnout (englisch (to) burn out: „ausbrennen“) ist, ebenso wie der Begriff Stress, aus der Physik entlehnt.* In der Luft- und Raumfahrt wird mit burn-out der Brennschluss einer Raketenstufe bzw. der Ausfall eines Flugzeugtriebwerks aufgrund von Treibstoffmangel bezeichnet, in der Kerntechnik das Durchbrennen von Brennstoffelementen aufgrund von Überhitzung.

Der ursprünglich technische Begriff trifft jedoch auch das Gefühl vieler Menschen, die sich erschöpft, müde und leer fühlen, wie ausgebrannt. Bereits um 1900 ging Burnout als Metapher für „Überarbeitung und früher Tod“ in den englischen Sprachgebrauch über. Die Übertragung des technischen Begriffes auf den Menschen ist allerdings nicht ganz zutreffend, da es sich beim „technischen“ Burnout um ein abruptes Ereignis, beim Burnout-Syndrom jedoch um einen schleichenden, langwierigen Prozess handelt.

Der Begriff Burnout als Umschreibung einer totalen physischen und psychischen Erschöpfung hat sich dennoch weltweit etabliert und auch Zugang in die medizinische Diagnostik gefunden. In einem medizinischen Kontext wurde der Begriff Burnout erstmals von dem deutsch-amerikanischen Psychologen und Psychoanalytiker Herbert Freudenberger verwendet.

Burnout - Definition

In seinem Artikel „Staff-Burnout“ von 1974 beschrieb Freudenberger die seelischen Konflikte von Menschen, die unentgeltlich in einer amerikanischen Klinik Patienten mit psychischen Problemen betreuten. Er beobachtete, dass diese freiwilligen Helfer ihre Arbeit mit großem Engagement und Begeisterung aufnahmen, dann aber eine zunehmende Erschöpfung und eine distanzierte, zynische Einstellung gegenüber der eigenen Arbeit aufwiesen.

Freudenberger lieferte bereits eine erste Definition von Burnout: „[…] ein Energieverschleiß, eine Erschöpfung aufgrund von Überforderungen, die von innen oder von außen - durch Familie, Arbeit, Freunde, Liebhaber, Wertesysteme oder die Gesellschaft - kommen kann und einer Person Energie, Bewältigungsmechanismen und innere Kraft raubt“. Er nannte auch Einzelsymptome des Burnout wie Aggression, Zynismus, Arbeitsunlust, Rückzug aus sozialen Beziehungen und Ungerechtigkeit oder Härte gegenüber Patienten.

Eine weitere Pionierin der Burnout-Forschung, die Sozialpsychologin Christina Maslach, beschrieb das Burnout-Syndrom als Reaktion auf chronische Stressoren im Beruf. Maslach formulierte drei zentrale Aspekte des Burnout-Syndroms:

  • Emotionale Erschöpfung (overwhelming exhaustion): fehlende emotionale und physische Ressourcen - man fühlt sich ausgelaugt.

  • Depersonalisierung (detachment): Gefühle des Zynismus und der Distanziertheit - man entwickelt eine gleichgültige Einstellung gegenüber der Arbeit. Eine negative Wahrnehmung / negative Gefühle gegenüber Kunden, Patienten oder Kollegen stellen sich ein, die so vorher nicht existiert haben.

  • Reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit / Gefühl der Wirkungslosigkeit (inefficacy) - man verliert das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und hat das Gefühl, trotz hohem Aufwand immer weniger zu erreichen (Leistungsunzufriedenheit).

Es existieren zahlreiche weitere Definitionen von Burnout, in die der jeweilige Forschungsschwerpunkt der Burnout Forscher mit einfließt, jedoch keine allgemein anerkannte Definition. Weitgehende Einigkeit besteht in folgenden Punkten:

  • Burnout ist ein krisenhafter, langsam fortschreitender Prozess, der sich nicht von einem Tag auf den anderen einstellt.

  • Burnout kann sowohl Körper und Geist in Mitleidenschaft ziehen, zu völliger Arbeitsunfähigkeit und auch zum Suizid führen.

  • Burnout verursacht bei Betroffenen und den ihnen Nahestehenden erhebliches Leid, aber auch betriebs- und volkswirtschaftlichen Schaden.
  • Burnout Ursachen

    Burnout wird oft ausschließlich mit belastenden und überfordernden Arbeitsbedingungen verbunden - Ausbrennen als Folge beruflicher Überlastung.[..]Überlastungssituationen sind jedoch nicht allein arbeitsplatzbedingt, sondern können in allen Lebensbereichen auftreten.
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  • Symptome und Folgen

    Die Konsequenzen eines Burnouts sind vielfältig, wirken sich jedoch immer negativ auf die Gesundheit der Betroffenen aus. Neben körperlichen und psychosomatischen Beschwerden zeigen sich häufig auch negative Folgen auf der emotionalen und sozialen Ebene und beeinträchtigen so die Lebensqualität in erheblichem Maße.
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  • Prävention und Therapie

    Der erste und zugleich wichtigste Schritt für Betroffene besteht darin, ihre Situation selbst zu erkennen und zu analysieren. Den Partner/die Partnerin, einen Familienangehörigen oder eine andere Vertrauensperson mit einzubeziehen, kann hierbei sehr hilfreich sein und wirkt zugleich dem Gefühl der Isolation entgegen.
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  • Professionelle Hilfe bei Burnout

    Erster Ansprechpartner für Betroffene ist häufig der Hausarzt. Körperliche Beschwerden müssen umfassend untersucht und organische Ursachen ausgeschlossen werden - auch eine Schilddrüsenunterfunktion, eine Tumorerkrankung oder chronische Infektionen können für Burnout - typische Symptome wie etwa ständige Müdigkeit verantwortlich sein.
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